Unser Ratgeber zur SCHUFA

Die SCHUFA-alles Wissenswerte in unserem Ratgeber erklaert


Es gibt Institutionen, die lassen Menschen richtig nervoes werden. Eine dieser Institutionen ist die SCHUFA Holding: Doch warum ist das so? Mit diesem Ratgeber versuchen wir von Tarif-Welt24.de ein wenig Licht in die Organisation selbst, deren Ziele und Wirkung auf unseren Alltag darzustellen. Doch fangen wir mit dem Kuerzel SCHUFA an: Wofuer steht dieser Begriff?

Der Name ist ein Kuerzel und steht in voller Laenge fuer die Schutzgemeinschaft fuer allgemeine Kreditsicherung. Hauptaufgabe der SCHUFA ist es, eine schnelle und sichere Abwicklung alltaeglicher Kreditgeschaefte zu gewaehrleisten. Die SCHUFA als Informationsgeber kommt immer dann zum Einsatz, wenn man als Verbraucher Waren auf Rechnung erwerben, einen kaufmaennisch ausgerichteten Vertrag (Mietvertrag, Handyvertrag) oder eine Finanzdienstleistung (Kreditkarte, Girokonto, Kredit im Allgemeinen) in Anspruch nehmen moechte. Bekundet man als moeglicher Kreditgeber (Waren oder finanzielle Instrumente) und Vertragspartner der SCHUFA ein Interesse an einer Auskunft ueber eine kreditanfragende Person/Unternehmen, dann liefert die SCHUFA eine entsprechende Information, ob der Kreditnehmer vertrauenswuerdig ist. Diese Information gilt dann haeufig als Grundlage dafuer, ob eine positive Entscheidung ueber die Kreditvergabe erfolgt, gegebenenfalls mit Einschraenkungen wie einem bonitaetsabhaengigen Zinssatz bei Krediten oder nicht.

Woher bezieht die SCHUFA ihre Informationen?
Um die finanziellen Gepflogenheiten einer Person nach bestimmten Bonitaetskriterien einschaetzen zu koennen, erhaelt die SCHUFA einen Teil ihrer Daten von angeschlossenen Vertragspartnern aus einer Vielzahl von Branchen. Hauptlieferanten von Informationen an die SCHUFA sind Banken, Sparkassen, Versandhaendler sowie Versorgungs- und Telekommunikationsunternehmen. Der SCHUFA angeschlossene Unternehmen stehen zu dieser Institution in einem klar definierten Vertragsverhaeltnis, was im Klartext bedeutet, dass die Vertragspartner gegen Bezahlung Informationen von der SCHUFA beziehen und im Gegenzug die Verpflichtung eingehen, Informationen von Kunden, die ein nicht vertragsgerechtes Zahlungsverhalten aufzeigen, an die SCHUFA zurueckzugeben. Weitere Informationsquelle fuer die SCHUFA sind die bei den Gerichten ausliegenden oeffentlichen Schuldnerverzeichnisse.

Was weiss die SCHUFA im Detail?
In allererster Linie hat die SCHUFA die sogenannten personenbezogenen Daten wie Name, Geburtsdatum und Anschrift. Weitere Information sind die kreditrelevante Daten wie Girokonto, Kreditkarte, laufende Kredite und eventuelle Unregelmaessigkeiten im allgemeinen Zahlungsverkehr, aus welchen die SCHUFA dann die Bonitaet eines Verbrauchers berechnet.

Sind die Daten bei der SCHUFA sicher?
Das Thema Datenschutz ist bei der SCHUFA beziehungsweise bei allen Wirtschaftsauskunfteien ein heisses Eisen. Nach Eigenaussage der SCHUFA werden die Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes stets und ohne Einschraenkungen strikt umgesetzt. Dazu steht die SCHUFA auch in einem stetigen Austausch mit den Datenschutzverantwortlichen auf Bundes- und Landesebene. Und doch tauchen immer wieder Geruechte auf, das Informationen ueber Schuldner ohne Grundlage nach aussen dringen. Belegt ist dies nicht, aber es taucht halt immer wieder mal als Vorwurf auf.

Was ist die SCHUFA-Klausel?
Wer hat Sie nicht schon einmal gesehen? Die sogenannte SCHUFA Klausel. Kaum ein Vertrag, wo sich nicht eben diese kleine, aber immens wichtige Ueberschrift Einwilligung zur SCHUFA-Klausel befindet. Selbst im Online Business geht gerade im Versandhandel, im Finanzwesen und bei Telekommunikationsunternehmen nichts mehr ohne das berühmte Haekchen setzen bei der SCHUFA-Klausel. Mit der Einwilligung zur SCHUFA-Klausel entbindet ein Verbraucher den Kreditgeber von der Pflichteinhaltung des Bankgeheimnisses. Auf diese Weise kann der Kreditgeber fuer ihn relevante Informationen von der SCHUFA einholen. Die SCHUFA kann auch Auskuenfte zu potentiellen Kreditnehmern an andere Stellen ausserhalb des SCHUFA-Verfahrens weitergeben. Jedoch nur, wenn sie dazu von Rechtswegen gezwungen ist. Grundsaetzlich gilt jedoch etwas immens Wichtiges zu beachten: Eine zu haeufige Abfrage der SCHUFA Daten durch Dritte kann den sogenannten SCHUFA Score negativ beeinflussen. Das heisst im Klartext: Jede Kreditanfrage bei einer Bank fuehrt automatisch zur einer Abfrage bei der SCHUFA. Moechte man jedoch nur die Kreditkonditionen bei einer Bank anfragen, so ist dies explizit so zu nennen, denn in dem Fall ist die Bank nicht berechtigt eine SCHUFA Abfrage durchzufuehren. Es gilt also hier auf die Formulierung der Anfrage bei der Bank zu achten >>

Anfrage Kredit = SCHUFA Anfrage >> JA!

Anfrage Kreditkonditionen = SCHUFA Anfrage >> NEIN!

Negativer SCHUFA-Eintrag: Was nun?
Das sogenannte Negativ-merkmal bei der SCHUFA bekommt man schneller als man denkt beziehungsweise wahrnimmt. Kommt man beispielsweise einer vereinbarten Ratenzahlung im Rahmen eines Kreditgeschäftes nicht nach, so kann es passieren, dass das Kreditinstitut eine entsprechende Mitteilung ueber nicht vertragsgerechtes Verhalten macht. Das ist an sich noch kein hartes Merkmal, beeinflusst aber bereits den Bonitaetsscore. Ein schwergewichtiger Eintrag geschieht dann, wenn man mit der Zahlung einer Rechnung in erheblichen Verzug geraet und in Folge eine gerichtliche Mahnung erfolgt. In einem solchen Fall mit negativem Eintrag gilt man als Risikokunde und erfaehrt umgehend entsprechende Einschraenkungen bei zukuenftigen Finanzierungsgeschaeften.

Doch grundsaetzlich: Eine verspaetete Zahlung oder auch mehrere Mahnungen fuehren nicht zu einem Eintrag mit Negativ-Merkmal!

Wie erfahre ich von einem Eintrag? Stichwort: Eigenauskunft!
Bei bindenden Vertraegen (zum Beispiel Mietvertraegen, Krediten, Kaeufen auf Rechnung) werden im Vorfeld Informationen von der SCHUFA eingeholt. Die Angaben, die die SCHUFA ueber die eigene Person gespeichert hat, kann jeder als sogenannte Eigenauskunft auf der Homepage der SCHUFA einmal pro Jahr kostenfrei anfordern. Weitere Auskuenfte innerhalb eines Jahres werden mit 18,50 Euro berechnet. Fehlerhafte Daten
Auch die SCHUFA ist nicht frei von fehlerhaftem Verhalten und Falschinformationen. Es kann demnachvorkommen, dass Daten falsch oder nicht mehr aktuell sind. Nach Feststellung durch die Eigenauskunft kann man die SCHUFA darum bitten, dass die eigenen Daten korrigiert oder geloescht werden. Dies geschieht nur auf ausdruecklichen Wunsch des Betroffenen. Es ist wichtig, sich bei falscher Datenlage um die Berichtigung zu kuemmern, um den Status als Risikokunde zu vermeiden. Hierzu ist es stets erforderlich entsprechende Belege vorzuweisen. In Ausnahmefaellen kann man auch die Weitergabe von Informationen durch die SCHUFA sperren lassen, solange eine Angelegenheit in Klaerung ist.

Geoscoring? Wahrheit oder nicht?
Auch wenn es von der SCHUFA immer wieder nur als Ausnahmefall dargestellt wird, so zeigen Erfahrungswerte, dass das Thema GEO-Scoring bei der Berechnung des Bonitaets-Scores eine mehr oder weniger gewichtige Rolle spielt. Doch was ist mit GEO-Scoring gemeint? Es laesst sich damit auf den Punkt bringen, das, wenn man als Verbraucher in einer Gegend wohnt, in dem es relativ viele Schuldner beziehungsweise Menschen mit Negativ-Merkmalen bei der SCHUFA gibt, so ein Scoring Wert auf geografischer Basis ermittelt wird, der bei einem selbst einen negativen Einfluss hat. Unabhaengig davon, ob man gut verdient, schuldenfrei oder generell frei von Merkmalen bei der SCHUFA ist. Traurig, aber wahr!

Fazit:
Wir von der Tarif-Welt24.de hoffen mit diesem SCHUFA-Ratgeber einen kleinen, informativen Einblick in die Welt der SCHUFA gegeben zu haben. Wer sich unsicher hinsichtlich seiner SCHUFA ist, sollte das Angebot der SCHUFA nutzen, sich einmal jaehrlich die kostenlose Selbstauskunft zu holen. Insbesondere dann, wenn man ein groesseres Geldgeschaeft plant. Sollten bei der Selbstauskunft fehlerhafte oder veraltete Daten entdeckt werden, so gilt es diese umgehend korrigieren zu lassen, um Unannehmlichkeiten im bevorstehenden Zahlungsverkehr zu vermeiden.

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